Aktuelle Auktion
Auktion Daniel Meyer am 13. März: Westfälische Avantgarde Heute und vor 300 Jahren
Am 13. März gelangen im Auktionshaus Daniel Meyer über 1.300 Schätze zum Aufruf. Ein besonderer Schwerpunkt liegt diesmal auf einer internationalen Galerieauflösung, die hochaktuelle Avantgardekunst bietet – hier bietet sich die Chance, erstklassige Galerieware zu Auktionspreisen zu erwerben. Das Angebot ist so zeitgenössisch wie selten zuvor: Namhafte Künstler wie Grigori Dor, Rhea Standke, Simon Maarouf, Joanna Jesse, Dirk Dzimirsky, Bernd Schwarzer, Pepi Erdbories, Innerfields Künstlerkollektiv Berlin und Min-Seon Kim werden teils zum ersten Mal auf dem Auktionsmarkt präsentiert. Insgesamt werden rund 40 dieser Galerieobjekte gegen Höchstgebot an einen neuen Besitzer vermittelt.
Das unbestrittene Highlight im Möbelbereich ist ein Prunkhallenschrank von Johann Hermann Budde (Warendorf um 1780), dessen Erhaltung das Herz jedes Möbelliebhabers höher schlagen lässt. Der Schrank wurde in den letzten 100 Jahren nicht mehr angerührt und lediglich behutsam gepflegt. Sogar die feinen Blütenintarsien in den Türkartuschen haben das Sonnenlicht gut konserviert überstanden und leuchten noch heute in den Originalbeizen Schilfgrün und Krapprot. Die traditionellen österreichischen Möbelmodelle, die Budde während seiner Lehrjahre in Wien skizzierte, waren nach seiner Rückkehr nach Warendorf die Vorbilder für seine Möbelproduktion, die gleichermassen beim Adel und westfälischen Bürgertum hochbegehrt war. Der museale Hallenschrank aus seiner Werkstatt wird nun mit einem Limit von 8.000 Euro angeboten.
Die Auktion dokumentiert wie immer westfälisches Kunstschaffen, Handwerk und Sammellust der letzten 300 Jahre: Silberobjekte (Warendorf, Münster, Amsterdam), volkskunstliches Handwerk und auch klassische Gemälde vom 13. bis zum 19. Jahrhundert wurden in ganz Westfalen zusammengetragen. Besonders erwähnenswert sind eine italienische Anbetung aus dem 14. Jahrhundert und ein Marienaltar, der Pieter Coecke van Aelst zuzuschreiben ist. Aus einer Privatsammlung werden zudem 80 sehr gut erhaltene Walzenkrüge versteigert. Der Sammler freut sich auf seltene Bemalungen mit Chinesen und preußischen Adlern aus Manufakturen aus Bayreuth, Schrezheim, Hanau und Berlin. Die Limite liegen meist bei moderaten 50 Euro pro Krug.
Aus privaten Einreichungen versteigern wir mehrere Spezialsammlungen: Pharmacia und antike Apothekengläser, eine Sammlung antiker kaukasischer Teppiche um 1900, antike Puppen und Automaten, eine hochwertige Paperweight-Sammlung, Afrikana, Beninbronzen und traditionelle Möbel aus Afrika, Sammlung hist. und mod. Fotografie von Prof. Adolf Clemens, eine komplett funktionstüchtige Rock-Ola Musikbox der 50er, viele hochwertige Porzellanservice, ausgewählten antiken Schmuck.
Zeitplan Auktion 65/66
Freitag 13. März 2026
15:00 – 16:00 1 – 99 Asiatika/Afrikana
16:00 – 17:15 100 – 399 Varia/Antiken/Metalle/Historika
17:15 – 18:30 400 – 549 Möbel/Design/Großuhren/Teppiche
18:30 – 19:00 550 – 880 Fotographie/Bücher/ Paperweights/Graphik
19:00 – 21:00 881 – 999 Keramik/Aquarelle/Zeichnungen
Samstag 14. März 2026
10:00 – 12:00 1000 – 1299 Porzellan
12:00 – 13:00 1300 – 1599 Keramik/Glas/Silber
13:00 – 14:00 1600 – 1699 Schmuck/Armbanduhren
14:00 – 16:20 1700 – 2049 Gemälde
16:20 – Ende 2050 – Ende Skulpturen/Ikonen